AKTUELL

Personelle Veränderungen

Nachdem Hannes Fremgen als Jugendreferent zum 31. August 2020 unsere Kirchengemeinde verlassen hatte, wechselte Manuela Schappert in ihrer Funktion als Jugendreferentin ab dem 1. November 2020 vom Evangelischen Gemeindeverein zur Pauluskirche als Anstellungsträger.

Von Herzen sagen wir Dank für die segensreiche und überaus vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gemeindeverein, wünschen Manu weiterhin viel Freude an der Arbeit mit Jugendlichen. Wir sind dankbar, dass sie uns als Kollegin im Team der Hauptamtlichen unserer Kirchengemeinde weiter erhalten bleibt.

Erfreulicherweise ist es gelungen, die vakante Stelle im Gemeindeverein nun ab den 1.1.2021 mit Julia Müller neu zu besetzen.

Julia Müller wurde vor über 13 Jahren in unserer Pauluskirche konfirmiert und ist seit dieser Zeit in vielen unterschiedlichen Feldern unserer Jugendarbeit ehrenamtlich tätig gewesen. Sie ist eine Insiderin und profunde Kennerin unserer Jugendarbeit und in vielerlei Hinsicht für diese Aufgabe begabt und kompetent.

Zu ihrer Vorstellung soll sie hier selbst zu Wort kommen.

 

Julia Müller schreibt:

Mit 13 Jahren – damals war mein Haar noch in Form von Dreadlocks, ich trug viel zu weite Hosen, hatte aber großer Neugierde – betrat ich vor über einem Jahrzehnt, als Konfirmandin die Pauluskirche in Kaufering. Sie wurde schnell zu einer Heimat im Glauben und auch der Geburtsort vieler Freundschaften, die bis heute andauern. Lange war ich Mitglied in jedem nur erdenklichen Team und durfte mich auf vielen verschiedenen Wegen ausprobieren und mitgestalten. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mal als Jugendreferentin dorthin zurückkehren würde.

Sonst bin ich eher als die Frau hinter der Kamera bekannt, denn in der Zwischenzeit habe ich mich von einer Jugendlichen mit fragwürdigem Geschmack zur Fotografin mit etwas besserem Haarschnitt entwickelt. Ich lebe in München und wenn ich nicht gerade fotografiere oder hinter einem Laptop sitze, findet man mich Bücher lesend, Filme schauend, Berge erklimmend, Wohnung umräumend oder bunten Ohrringschmuck tragend das Leben genießen.

Ich bin gespannt, was da auf mich wartet und auf alles was vor mir liegt. Ich freue mich in eine Gemeinde zurückzukehren, die lebendig, herzlich und kreativ ist, die ständig wächst und eine Tiefe hat, die mich bis heute formt und berührt. Ich freue mich auf gute Gespräche zwischen Chips & Spezi, lange Teestubenabende und Kodak-Momente.

Ich hoffe, wir sehen uns ganz bald, online oder persönlich!

Gottes Segen,

Julia

Aktuelles aus der FIB und MBE

Eine besondere Herausforderung des Jahres 2020 betraf die Arbeit mit Geflüchteten und Migrant:innen. Aufgrund der Systemrelevanz von Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) und der Migrationsberatung (MBE) musste auch in Coronazeiten die Beratungsarbeit im Gemeindeverein weiter fortgeführt werden. Hierfür hatte ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept für unsere Mitarbeitenden entwickelt werden müssen.

Einen Einblick in die erschwerte Beratungstätigkeit von 2020 will Ihnen ein Kurzbericht von Markus Schupp geben.

2020: Ein Rückblick der FIB und MBE

Ich möchte Sie heute mitnehmen, mit uns, der Flüchtlings- und Integrationsberatung (FIB) und der Migrationsberatung (MBE) auf das Jahr 2020 zurückzuschauen. 2020 war ein sehr anderes Jahr für uns und unsere Klienti:innen. Viele Aufgaben von uns begannen am Anfang des Jahres noch normal. Doch mit der Corona Pandemie wurde alles anders.

Unser üblicher Kontakt mit unseren Klient:innen war auf einmal abgerissen. Die gewohnte Weise miteinander zu kommunizieren war weg. Wir wurden erfinderisch, etwa Gespräche auf dem Spielplatz oder bei Regen, Wind und Schnee vor den Unterkünften zu führen. Die Einschränkungen waren schon sehr anstrengend.

Dann die Quarantänemaßnahmen, wenn die Menschen mit 60 oder 100 Personen in einem Haus wochenlang nicht raus durften. Wir waren im Rahmen der geltenden Corona Regeln vor Ort, machten unsere Beratung und waren die Personen, an denen auch mal der Druck oder Stress abgebaut werden konnte.

So unterschiedlich unsere Strukturen in der FIB und MBE auch sind, wir versuchten immer am Menschen zu bleiben. Wir haben auch sehr viel Dankbarkeit von unseren Klient:innen erfahren, weil wir da waren.

Dieses Jahr wird uns in Erinnerung bleiben, wie die Situation sich von heute auf morgen verändern kann. Und wir haben es geschafft, dran zu bleiben. Die Situation der Geflüchteten hat sich schleichend 2020 verschlechtert. Wenn sie in Arbeit waren, waren sie die ersten die entlassen wurden. Alleinsein in der Pandemie macht die Menschen innerlich kaputt, auch wenn man es äußerlich nicht sofort sieht. Besonders in der Asylunterkunft, wenn auf der Eingangstür steht: Betreten verboten!

Wir haben Sie versorgt mit Rat, Unterstützung, Hilfe und Zuhören, wo keiner zuhört. Wir haben vieles geschafft, was gut und wichtig war, sei es finanzielle Unterstützung von den Institutionen zu bekommen oder zu erklären, was überhaupt gerade hier in Deutschland passiert.

Es war für alle ein anstrengendes Jahr.

Zum Schluss möchte ich an die Jahreslosung 2020 erinnern: Ich glaube, hilf meinem Unglauben. Es war unglaublich, was 2020 geschehen ist. Ich glaube, Jesus war uns ganz nahe.

Viele Grüße und bleiben Sie gesund!

Markus Schupp

mit den Kolleginnen Elke Puskeppeleit und Heike Roletscheck

Neue Ideen

Im Frühjahr 2019 haben wir in unserer Gemeinde ein neues „Missionarisches Projekt“ gestartet und zu diesem Zweck Sokol Hoxha auf der Basis eines Minijobs durch Beschluss auf der MV 2019 beim Gemeindeverein angestellt.

Sokol Hoxha beschreibt hier den Ansatz und Entwicklung dieses besonderen Projekts:

Deeper – ein Jüngerschaftprogramm für die Pauluskirche in Kaufering

2019 erzählte ich unserem Pfarrer Jürgen Nitz und später unserem Diakon Alfred Mayer über ein Jüngerschaftprogramm, das in München mit katholischen Jugendlichen stattfand und bei dem ich als Mitarbeiter mitgewirkt hatte. Daraufhin entstand die Frage, ob wir so etwas auch für unsere Gemeinde in Kaufering entwickeln können. Nach einigen Gesprächen im Kirchenvorstand, im Gemeindeverein (GV) und im Ausschuss des GV hatte ich grünes Licht, ein Konzept zu entwickeln und ein Team zusammenzustellen.

Zunächst habe ich mich mit vielen Gemeindegliedern getroffen, Gespräche geführt, die Bedürfnislage eruiert und Mitarbeiter rekrutiert.

Anschließend wurde ein Konzept entwickelt, ein Themen- und Ablaufplan für die einzelnen Wochenendeinheiten erarbeitet, Kalkulationen erstellt und es wurden die Veranstaltungsorte ausgewählt und gebucht.

Anfang 2020 waren wir so weit, das Konzept stand und Mitarbeitende aus dem Gemeindeverein und unserer Kirche waren bereit. Doch dann wurde dieser Weg abrupt abgebremst.

Durch die Corona-Schutzmaßnahmen unserer Regierung konnten wir nicht weiter machen. Aber wir hoffen und beten, dass langsam Licht am Ende des Tunnels kommt. Deswegen hat sich das „Deeper“ Team, Mitte November 2020 getroffen und überlegt, wie es weiter gehen könnte. Wir hoffen und vertrauen, dass wir ab Herbst 2021 wieder in der Lage sein werden auch solche Veranstaltungen zu halten.

 

Sokol Hoxha wird auf unserer Mitgliederversammlung 2021 das neue Konzept für das Jüngerschaftsprogramm „Deeper“ und die weiteren Schritte nach einer hoffentlich bald überwundenen Corona-Pandemie vorstellen.

Gerne können Sie sich bei Fragen und Anregungen persönlich an Alfred Mayer, Claudia Kölling-Groeger oder an ein Ausschussmitglied unseres Gemeindevereins wenden.

Ihnen allen wünschen wir in diesen Zeiten Bewahrung, Schutz und Segen und grüßen Sie sehr herzlich mit der Jahreslosung von 2021:

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (Lukas 6,36)

Alfred Mayer und Claudia Kölling-Groeger

Verabschiedung von Sabine Hüsken in den Ruhestand

Am 2. Februar 2021 wurde im kleinen Kreis Frau Hüsken als Flüchtlings- und Migrationsberaterin der Diakonie Oberland in ihren Ruhestand verabschiedet. Ihre „dienstliche Pilgerreise“ durch unser Dekanat und durch unseren Landkreis begann1992 in Kaufering. Sie betreute damals junge Aussiedler:innen und half bei deren Integration. Die Jugend der Pauluskirche unterstützte dieses Anliegen durch gemeinsame Projekte und Veranstaltungen.

Nun schloss sich der Kreis wiederum in Kaufering. Ihre letzte dienstliche Station als Beraterin fand in den Räumlichkeiten unseres Gemeindehauses statt. Sie beendete ihre berufliche Laufbahn in der engen Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam vom Gemeindeverein. Frau Hüsken wünschte sich ihre Verabschiedung in unserer Kirche, verbunden mit einem Segen für den neuen Lebensabschnitt. Diesem Wunsch sind wir gerne nachgekommen.

Für ihren langjährigen und hingebungsvollen Dienst bei der Diakonie wurde ihr das goldene Kronenkreuz verliehen.

Wir wünschen Frau Sabine Hüsken von Herzen alles Gute, Gottes reichen Segen für ihren neuen Lebensabschnitt und bedanken uns für viele Jahre der vertrauensvollen Zusammenarbeit,

Diakon Alfred Mayer

(Evang. Gemeindeverein Kaufering e.V.)